Augsburg hat es geschafft, „wir“ sind Weltkulturerbe!

Annette Luckner

06. Juli 2019

Trinkwasser, Leitungswasser, Mineralwasser, das Lebenselixier ist in aller Munde. Das Augsburger Wasser mit Prachtbrunnen, Kanälen, Kraftwerken, dem Siebentischwald und so weiter bringt uns jetzt weltweit in aller Munde. Wir haben es geschafft, sind Weltkulturerbe! Das wird uns touristisch nach vorne bringen, denn es gibt genügend Menschen, die sich solche Weltkulturerbestätten anschauen wollen.

Damit ziehen wir gleich mit der Museumsinsel in Berlin, der Hamburger Speicherstadt, der Würzburger Residenz. Die Gäste dürften aber auch internationaler werden. Wir werden nämlich in einem Atemzug mit dem Opernhaus in Sidney genannt oder der Inka-Bergfestung Machu Picchu in Peru. Ist das übertrieben?

Wer sich den Kriterienkatalog im Internet mal anschaut und sich näher mit der seit 800 Jahren bestehenden Wasserversorgung in Augsburg beschäftigt, wird schnell merken, dass es keine Übertreibung ist. Damals war das saubere Trinkwasser, das in der Stadt floss, ein Garant für Wohlstand und Aufschwung. Die Kanäle und Wasserleitungen suchten ihresgleichen. Bis heute ist Wasser ein sensibles Lebensmittel, das geschützt werden muss. Noch immer sind technische Neuerungen nötig, dessen Reinhaltung zu garantieren.

Ich freue mich jedenfalls, dass das Thema Wasser mit all seinen Facetten überzeugt hat. Kulturhauptstadt sind wir vor 16 Jahren nicht geworden, aber jetzt Weltkulturerbe! Darauf stoße ich heute noch (mit einem Glas Wasser?) an!